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Italiatec

Mängelreport 2016

Der Grande Punto ist ein TÜV-Reinfall

Mängelreport 2016: Der Grande Punto ist ein TÜV-Reinfall
 
Ob Evo, Grande oder einfach nur Punto - viele Namensänderungen zeichneten die italienischen Vorzeigemodelle aus, die sowohl in Italien als auch in Deutschland bis heute nichts an ihrer Beliebtheit verloren haben. Dennoch hatte der Punto stets mit technischen Defiziten zu kämpfen. Den Automobilhersteller hinderte dies aber nicht daran, das Modell ab 2005 einfach weiterzubauen, auch wenn der Nachfolger, der größere Kleinwagen “Grande Punto”, zu diesem Zeitpunkt bereits die Automessen mit seiner Anwesenheit erfreute.
 
Die Fünfjährigen schwächeln, die jüngeren auch
 
Auch der Grande Punto zeichnete sich schließlich durch seine massiven Qualitätsprobleme aus, mit denen er bis zu seiner Produktionseinstellung 2014 zu kämpfen hatte. So schneidet der Wagen beim TÜV-Mängelreport 2016 bei den bis zu fünf Jahre alten Gebrauchtwagen viel schlechter ab als der Durchschnitt. Besonders negativ fiel bei der Hauptuntersuchung die Vorder- und Hinterachse des Autos auf. Des Weiteren ließen kaputte Bremsen, gebrochene Federn, undichte Stoßdämpfer sowie die Auspuff- und Beleuchtungsanlage zu wünschen übrig. Hinzu kommen Defekte an der Elektrik und der Software, die leider weitaus ärgerlicher sind. So minimieren ständige Wackelkontakte, durch die zum Beispiel immer wieder flackernde Lampen auftreten, und eine problembehaftete Servolenkung die Fahrfreude ungemein. Verwunderlich ist es daher nicht, dass viele Autobesitzer ihren Fiat Grande Punto bei AutoHero.com oder anderen Online-Portalen verkaufen. Wer dort nach einem gebrauchten Punto zum Kauf sucht, sollte sich nicht von günstigen Preisen blenden lassen und bei der Technik besser zweimal hinschauen. Andernfalls kann der Grande Punto schnell zu einer unerfreulichen Kostenfalle werden.
 
Sieht es wenigstens bei den ein- bis dreijährigen Fahrzeugen besser aus? Leider nein. Auch hier werden besonders durchgerostete Bodengruppen, ölfeuchte Motoren und Getriebe, gebrochene Federn, ungleichmäßig wirkende Feststellbremsen, eingerissene Manschetten an den Antriebswellen und Beleuchtungsdefekte bemängelt. Diese vielen Schwachstellen können leider nicht die positiven Eigenschaften des Modells aufwiegen. Trotz einer guten Ausstattung und einem komfortablen Fahrwerk sowie einer großen Auswahl an Triebwerken ist der Grande Punto eben kein Sorglospaket.
 
Etwas Licht am Tunnelende
 
Erfreulich ist hingegen die Tatsache, dass viele Autoteile des Grande Punto weniger rosten als Modelle anderer Autohersteller. Auch die ADAC Pannenstatistik 2016 lässt den vier Meter großen Kleinwagen besser dastehen. So hat sich der Italiener in der Pannenanfälligkeit im Vergleich zum Vorgängermodell (Punto) deutlich verbessert. Beide Modelle zeichneten sich in der Vergangenheit vermehrt durch fehlerhafte Elektrik im Generator, defekten Anlassern und losen Schaltgestängen aus. Letztere Defekte traten überwiegend bei den 2006 bis 2008 gebauten Exemplaren auf. Durchgerostete Auspuff-Endtöpfe waren außerdem in den 2005 gebauten Grande Punto-Modellen eine häufige Fehlerursache.
 
Insgesamt kein rosiges Bild, aber genauer hinschauen ist wichtig, denn einige Probleme sind eher nutzungs- als konstruktionsbedingt. Kleine Fiats sind meist im Kurzstreckenbetrieb unterwegs mit dem typisch erhöhten Verschleiß. Kommt dabei der Auspuff nicht auf Betriebstemperatur, sammelt sich auf Dauer Feuchtigkeit und das große Rosten beginnt. Ausgenudelte Schaltgestänge sowie ölschwitzige Motoren und Getriebe sind wohl ebenfalls Folge des Einsatzes als Stadtflitzer. Letztlich liegt es in der Hand der Besitzer und deren Engagement für Wartung und Service, ob die benannten Schwachstellen auch zu echten Problemen führen oder mit etwas Liebe und Pflege in den Griff zu bekommen sind.

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