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GandhiPunto

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Mittwoch, 1. April 2020, 11:30

Mieterhöhung ohne Grund??

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Hi Leute!

Mein Vermieter hat eine Mieterhöhung angekündigt, ohne einen Grund zu nennen! Auf einmal sollen wir pro Monat 90 Euro mehr bezahlen.. Das muss doch Anfechtbar sein, oder?

Hat jemand Erfahrungen mit dem Mieterbund gesammelt? Ich hab gehört die kümmern sich für einen kleinen jährlichen Obolus um solche Angelegenheiten ..

LG und danke im Voraus!

digel

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Mittwoch, 1. April 2020, 15:04

Nö, kann er einfach machen. Ich kenne die genauen Vorgaben nicht.. Glaube nur ein Mal im Jahr. Aber alles wird teurer, somit auch der Unterhalt eines Mietobjekts, Betriebskosten, etc.
Anfechtbar ist da garnichts, soweit ich weiß.

Wo ich mir jedoch relativ sicher bin ist, dass er drei Monate im Voraus darüber informieren muss!

Mein Grande Punto: 1.9L M-Jet Sport


kanister

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Dienstag, 7. April 2020, 23:50

Ist völlig üblich. Ich bin kein Anwalt, aber nach dem laienhaften Schema geht es in etwa so:
Darf er nicht öfter als alle 15 Monate machen (plus 3 Monate Zustimmungsfrist), also ca. in anderthalb Jahren Abstand.
Und nur bis zu 20 Prozent Erhöhung alle drei Jahre, in manchen Städten auch weniger als 20.
Und insgesamt nur so lange bis der qm-Preis dem Mietspiegel entspricht, sofern die Gemeinde einen publiziert.
Wenn es keinen gibt, dann muss man glaubwürdig aufzeigen welcher qm-Preis auf dem Markt realistisch ist, z.B. durch mehrere vergleichbare Wohnungsinserate in der Nähe, und zwar solche, die innerhalb kurzer Zeit auch weggehen, keine überteuerten Laden-/immoscout-Hütter.

Wenn die Begründung da also sauber vorliegt, wirst du zustimmen müssen. Man kann noch versuchen mit runterhandeln, und irgendwie hinauszögern, aber im Endeffekt wird es nichts bringen, wenn der Mietpreis klar günstiger war als der übliche. Und spätestens seit 2015 (#wirschaffendas) geht fast jede Wohnung schnell weg.

Du kannst jetzt versuchen dich mit dem Vermieter zu schlagen, aber die Frage ist, in welchem Verhältnis ihr hinterher da steht. Wenn er eine Rechtsschutzversicherung hat, oder eigenen Hausanwalt, könnte er es auch direkt an die Juristerei übergeben, dann wird es sehr ungemütlich im Vergleich zu den paar 100€ die man evtl. durch Zeitschinden einbehält.

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Supermicha

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Mittwoch, 8. April 2020, 10:07

Ist so pauschal nicht zu beantworten. Aber wie kanister sagt, muss der Vermieter sich an bestimmte gesetzliche Vorgaben halten. Guck doch mal was im Mietvertrag steht, bei unserem gibt es da eine Klausel die Mieterhöhungen thematisiert.

"Außerdem ist zu beachten, dass die Miete nur einmal in 15 Monaten erhöht werden darf. Die sogenannte ?Kappungsgrenze? besagt zudem, dass die Miete innerhalb von drei Jahren maximal um 20% (in einigen Regionen 15%) erhöht werden darf."(Quelle)

Aber er muss dir halt einen Grund nennen. Diese sind, wie du auch dort im Artikel nachlesen kannst, entweder Modernisierungsmaßnahmen oder eben die Anpassung an den geltenden Mietpreisspiegel.

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